Für die Sicherheit von Boot und Besatzung sind in erster Linie der Skipper und die Crew selbst zuständig. Es ist jedoch gut zu wissen, dass für die Sicherheit auf See auch die Kroatische Such- und Lebensrettungszentrale, die Hafenämter und die Seepolizei Sorge tragen — sie springen ein, wenn Seeleute und Sportschiffer in Not sind oder wenn es gilt, ein Unglück zu verhindern. Je nach Schwierigkeitsgrad einer Notsituation nehmen auch Seefahrzeuge der Marine und der Fischereiflotten, Flugzeuge und Hubschrauber an der Rettungsaktion teil.
Anfang 2003 verfügten die kroatischen Hafenämter insgesamt über mehr als vierzig Seefahrzeuge, darunter zehn Einsatzboote der Marke Calafuria, mehrere hochseegängige Gummi-Gleitboote, ferner zwei Einsatzschiffe der Klasse „Blitvenica", vier große Seenotkreuzer der Klasse „Pojisan", die für Einsätze im gesamten Adriaraum und unter allen Wetterbedingungen bestimmt sind, sowie zwei neue Einsatzboote, die erst vor kurzem in der Spliter Werft vom Stapel gelassen wurden. Ihre Hauptstützpunkte sind Rijeka, Sibenik, Split und Dubrovnik. Auch die Küstenpolizei verfügt über einen umfangreichen Fuhrpark und unternimmt nicht nur Patrouillenfahrten, sondern beteiligt sich ebenfalls an Such- und Rettungsaktionen.
Das bekannteste Fahrzeug der kroatischen Küstenpolizei ist das fast schon legendäre Einsatzboot Sveti Mihovil. All die genannten Institutionen sorgen für Sicherheit im Schiffsverkehr auf der kroatischen Adria, doch jeder einzelne Sportschiffer kann und soll selber dazu beitragen -sowohl passiv durch umsichtiges Verhalten als auch aktiv, indem er dem Aufruf zur Teilnahme an Such- und Rettungsaktionen Folge leistet. Oft sind rechtzeitiges Eingreifen und eine koordinierte Einsatzleitung die wichtigsten Schritte, um Menschen aus der Gefahr zu retten. Die Leitung und Koordinierung umfassender Rettungseinsätze liegt in den Händen der Such- und Lebensrettungszentrale, die in ihrer jetzigen Form seit Ende 1998 besteht und ihren Sitz in Rijeka hat.
Auch Rettungsaktionen in Zusammenarbeit mit Nachbarländern sind keine Seltenheit. Außer der Such- und Lebensrettungszentrale sind auch die Hafenämter (insgesamt 8) rund um die Uhr erreichbar. Ein auf den Anrufkanälen 16 und 10 operierender Wachdienst arbeitet ebenfalls rund um die Uhr. Die Such- und Lebensrettungszentrale in Rijeka ist jederzeit unter der Rufnummer 9155 sowie im Seefunknetz (GMDSS) erreichbar. Wenn Sie sich in Not befinden oder ein Seefahrzeug sichten, das mit Schwierigkeiten kämpft, muss umgehend eine der genannten Institutionen alarmiert werden. Außer der Telefonnummer 9155 sollten natürlich auch der Umgang mit einem Seefunkgerät und die Kommunikation im GMDSS-System bekannt sein.
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